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Regalarten im Überblick

Regalarten im Vergleich: Fachboden, Weitspann, Palette, Kragarm, Durchlauf und Einfahr. Welcher Regaltyp zu welcher Ware und welchem Zugriff passt.

Regal ist nicht gleich Regal. Der Unterschied zwischen den Bauarten liegt nicht in der Optik, sondern darin, welche Last sie aufnehmen, wie die Ware ein- und ausgelagert wird und wie viel Fläche dafür nötig ist. Wer den falschen Typ wählt, merkt das nicht sofort, sondern erst im täglichen Betrieb an längeren Wegen, ungenutzter Höhe oder Ware, die nicht sauber hineinpasst.

Wonach sich Regalarten unterscheiden

Bevor Sie einzelne Typen vergleichen, lohnt der Blick auf die drei Merkmale, aus denen sich alles Weitere ableitet.

Das erste ist die Art der Ware: verpackt oder unverpackt, palettiert oder einzeln, regelmäßig geformt oder sperrig, leicht oder schwer. Das zweite ist die Art des Zugriffs, also ob von Hand ein- und ausgelagert wird oder mit einem Flurförderzeug. Das dritte ist die Zugriffshäufigkeit und die Frage, ob eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden muss.

Aus diesen drei Angaben ergibt sich in den meisten Fällen bereits, welcher Regaltyp infrage kommt. Alles Weitere, also Höhe, Fachlast und Feldbreite, ist dann Auslegung.

Das Fachbodenregal

Der verbreitetste Typ und der Standard überall dort, wo von Hand gearbeitet wird. Die Ware liegt auf durchgehenden Böden, die sich im Raster einhängen lassen, wodurch sich die Fachhöhen an das Lagergut anpassen.

Typisch ist das Fachbodenregal für Kleinteile, Kartonagen, Werkzeug, Ersatzteile und Archivgut. Es gibt es als Steckregal, das sich werkzeuglos aufbauen und erweitern lässt, sowie als verschraubte Ausführung.

Seine Grenze liegt bei sperriger und schwerer Ware. Sobald etwas über den Boden hinausragt oder nicht mehr von Hand gehoben werden kann, ist ein anderer Typ die bessere Wahl.

Das Weitspannregal

Die Antwort auf genau dieses Problem. Beim Weitspannregal sind die Felder deutlich breiter, wodurch weniger Ständer im Weg stehen und größere Einheiten hineinpassen.

Es ist die Wahl für unverpackte, unregelmäßig geformte oder sperrige Güter, die für ein Fachbodenregal zu groß und für eine Palette zu unförmig sind. Auch für Ware, die von Hand eingelagert wird, aber Länge mitbringt, ist es geeignet. Ausführungen finden Sie ebenfalls im Shop.

Das Palettenregal

Sobald Ware palettiert ankommt und palettiert bleibt, führt kein Weg daran vorbei. Das Palettenregal nimmt die Ladeeinheit als Ganzes auf, bedient wird es mit dem Stapler.

Der entscheidende Planungspunkt liegt hier nicht am Regal, sondern davor: Die Gangbreite muss zum eingesetzten Flurförderzeug passen. Wer die Gänge zu knapp plant, um mehr Regale unterzubringen, handelt sich Anfahrschäden und langsamere Abläufe ein. Prüfen Sie deshalb die Anforderungen Ihres Staplers, bevor Sie das Raster festlegen.

Sonderbauformen

Für bestimmte Warenarten gibt es Typen, die auf eine Aufgabe zugeschnitten sind.

Kragarmregale haben keine vorderen Ständer, sondern auskragende Arme. Das macht sie zur Wahl für Langgut wie Rohre, Profile, Bretter und Platten, die in einem geschlossenen Fach nicht handhabbar wären.

Durchlaufregale arbeiten mit Rollenbahnen. Eingelagert wird auf der einen Seite, entnommen auf der anderen, wodurch die zuerst eingelagerte Ware auch zuerst entnommen wird. Das ist überall dort relevant, wo Haltbarkeitsdaten oder Chargen eine Rolle spielen.

Einfahrregale verzichten auf Gänge zwischen den Reihen und nutzen die Fläche dadurch besonders dicht. Der Preis dafür ist der eingeschränkte Zugriff, weshalb sie sich nur bei wenigen Artikeln in großen Mengen lohnen.

Wenn die Höhe nicht reicht

Ein Punkt, der bei der Typenwahl oft zu spät kommt: Nicht jede Erweiterung muss über ein anderes Regal laufen.

Wenn die Halle hoch genug ist, verdoppelt eine Lagerbühne die nutzbare Fläche, ohne dass angebaut werden muss. Darunter und darauf können unterschiedliche Regaltypen stehen, etwa Palettenregale unten und Fachbodenregale oben für die Kommissionierung.

Das ist häufig die wirtschaftlichere Lösung als der Schritt zu einem vollautomatisierten System, gerade bei mittleren Beständen.

Was bei allen Typen gilt

Unabhängig von der Bauart gibt es drei Punkte, die über Jahre hinweg zählen.

Die Traglasten müssen eingehalten und gekennzeichnet sein. Fachlast und Feldlast sind keine Richtwerte, sondern Grenzen, und die Kennzeichnung gehört sichtbar ans Regal.

Beschädigte tragende Bauteile werden getauscht, nicht gerichtet. Ein verbogener Ständer hat seine ursprüngliche Tragfähigkeit verloren, und Richten stellt sie nicht wieder her.

Regelmäßige Prüfung gehört dazu. Neben der laufenden Sichtkontrolle ist eine fachkundige Inspektion in wiederkehrenden Abständen vorgesehen und wird dokumentiert.

Fazit

Die Wahl der Regalart folgt aus drei Angaben: was gelagert wird, wie zugegriffen wird und wie oft. Für Kleinteile und Handkommissionierung ist das Fachbodenregal der Standard, bei sperrigen und unverpackten Gütern das Weitspannregal, bei palettierter Ware das Palettenregal. Langgut gehört ins Kragarmregal, eine feste Entnahmereihenfolge ins Durchlaufregal, wenige Artikel in großen Mengen ins Einfahrregal. Wenn die Fläche knapp wird, prüfen Sie vor dem Systemwechsel, ob die vorhandene Bauhöhe über eine Lagerbühne nutzbar ist. Und unabhängig vom Typ gilt: Traglasten kennzeichnen, beschädigte Bauteile tauschen statt richten, und regelmäßig prüfen lassen.

Regalplanung mit TIXIT

Sie planen ein Lager neu oder wollen ein bestehendes erweitern? Einen Überblick über die Bauarten gibt unsere Kategorie Regalsysteme, das gesamte Programm finden Sie unter Betriebseinrichtungen und Raumsysteme für die Industrie. Bei Fragen zur Auslegung, zu Traglasten oder zur passenden Bauart beraten wir Sie gern. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Häufige Fragen zu Regalarten

Rund um die Auswahl der Bauart erreichen uns immer wieder ähnliche Fragen. Die wichtigsten beantworten wir Ihnen hier.

Welche Regalart ist die richtige für mich?

Das ergibt sich aus drei Angaben: Art der Ware, Art des Zugriffs von Hand oder per Stapler und die Zugriffshäufigkeit samt eventueller Reihenfolge. Alles Weitere ist dann Auslegung.

Was ist der Unterschied zwischen Fachboden- und Weitspannregal?

Das Fachbodenregal hat durchgehende Böden für Kleinteile und Kartonagen. Das Weitspannregal hat deutlich breitere Felder und nimmt sperrige, unverpackte oder unregelmäßig geformte Güter auf.

Wann brauche ich ein Palettenregal?

Sobald Ware palettiert ankommt und palettiert bleibt. Achten Sie dabei auf die Gangbreite, die zum eingesetzten Flurförderzeug passen muss.

Wofür sind Kragarmregale?

Für Langgut wie Rohre, Profile, Bretter und Platten. Die auskragenden Arme ohne vordere Ständer machen solche Ware überhaupt erst handhabbar.

Was bringt ein Durchlaufregal?

Es erzwingt baulich die Entnahme in der Einlagerungsreihenfolge, weil auf der einen Seite eingelagert und auf der anderen entnommen wird. Wichtig bei Haltbarkeitsdaten und Chargen.

Was tun, wenn die Fläche nicht reicht?

Prüfen Sie die vorhandene Bauhöhe. Eine Lagerbühne verdoppelt die nutzbare Fläche ohne Anbau, und darunter wie darauf lassen sich unterschiedliche Regaltypen kombinieren.